Reputationsrisiko Internet: Top-Manager unterschätzen Imageschäden durch
Web 2.0
Weber Shandwick Studie identifiziert Online Reputation Management als
strategische Kernaufgabe für 2009
Berlin, 3. Februar 2009 – Die Manager weltweit eint eine Sorge: Zwei Drittel
von ihnen befürchten, dass das Image ihres Unternehmens derzeit großen Gefahren
ausgesetzt ist. Neben der schwierigen wirtschaftlichen Situation mit steigendem
Wettbewerbsdruck und schwer vorhersehbaren Geschäftsentwicklungen birgt das
Internet zusätzliche latente Bedrohungen, beispielsweise die unkontrollierte
Verbreitung vertraulicher Informationen. Trotzdem werden Reputationsrisiken
im Netz noch immer unterschätzt.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Risky Business: Reputations Online™,
die die internationale Kommunikationsagentur Weber Shandwick in Kooperation
mit der Economist Intelligence Unit durchgeführt hat. Die Experten befragten
703 Führungskräfte aus über 20 Branchen in 62 Ländern.
Gerade in Krisenzeiten, in denen Unternehmen schnell schwierige Entscheidungen
treffen müssen, rückt das Internet als Kommunikationskanal in den Fokus: “Unsere
Untersuchung zeigt, dass Unternehmen die Möglichkeiten des Internets zunehmend
erkennen – aber teilweise noch das vom Web 2.0 ausgehende Risikopotenzial übersehen.
Online Reputation Management muss sich an die Spitze der strategischen Agenda
bewegen.” so Astrid von Rudloff, CEO von Weber Shandwick in Deutschland.
Folgende Online-Themen wurden mit Hinblick auf ihre Reputationswirkung als
besonders kritisch identifiziert:
Negative Mitarbeiterkommunikation im Netz
Ein Großteil des
oberen Managements hat kaum Bezug zu den Äußerungen seiner Mitarbeiter im Netz:
Zwei Drittel der Befragten (66%) sind entweder ahnungslos oder wollen nicht
zugeben, dass unzufriedene Mitarbeiter das eigene Unternehmen online schlechtreden.
Nur ein Drittel (34%) kennt selbst Fälle von Angestellten, die im Netz Negatives
verbreitet haben – Zahlen, die angesichts der spürbar wachsenden Verbreitung
des digitalen Geplauders überraschen.
Weiterhin zeigt die Studie, dass CEOs und Vorstände hinsichtlich firmenbezogener
Inhalte auf Social Network-Seiten, Videoportalen und Beschwerdeforen deutlich
weniger besorgt sind als die Managementebenen darunter (21% vs. 43%).
“Die Arglosigkeit an der Unternehmensspitze bezüglich des Online-Diskussionspotenzials
von Beschwerden, Gehältern und vertraulichen Firmeninformationen ist eine der
gefährlichsten Bedrohungen für die Reputation” so Dr. Leslie Gaines-Ross,
Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick. “Das Medium Internet bringt
Risiken mit sich, die vor zehn Jahren noch gar nicht existiert haben. Im Web
2.0 zeigen sie sich nun in ihrer vollen Ausprägung."
Fehlgeleitete Nachrichten
Mitarbeiter jeden Levels haben
das Potenzial, die Reputation ihres Unternehmens online zu schädigen. 87% der
befragten Führungskräfte geben zu, irrtümlich mindestens eine fehlgeleitete
elektronische Nachricht (via E-Mail, SMS oder Twitter) versandt oder erhalten
zu haben. Und auch die Chefetage ist dagegen nicht immun: 80% der CEOs/Vorstände
haben versehentlich persönliche Nachrichten falsch gesendet oder empfangen.
Die unbeabsichtigten Konsequenzen dieser Irrläufer können die Unternehmensreputation
innerhalb von Sekunden beschädigen – in manchen Fällen sogar nachhaltig. Bei
über 60 Milliarden täglich versendeten E-Mails weltweit ist es kaum überraschend,
dass manche ihren Empfänger verfehlen – insbesondere da Umfragen zeigen: Menschen
e-mailen im Bett (67%), während sie Autofahren (50%), in Bars oder Clubs (39%)
sowie während Meetings (38%) [Annual E-mail Addiction Survey, 2008].
Reputationschance Internet
Die Studie geht auch der Frage nach,
wie Unternehmen das Internet nutzen können, um eine starke Reputation aufzubauen
und dauerhaft zu erhalten. Auf die Frage nach seiner Effektivität als Quelle
für die Beurteilung von Reputation berichten die Führungskräfte, dass sie das
Netz vorrangig zum Auskundschaften des Wettbewerbs (64%), zum Einholen von Kundenfeedback
(63%) sowie zum Ausloten neuer Jobchancen (60%) nutzen. Manager erkennen die
Informationsfülle, die das Internet ihnen bietet – Einblicke in Produkteinführungen
und -misserfolge der Konkurrenz, Patentanmeldungen, Kundenempfehlungen oder
Beschäftigungspraktiken. “Das Internet macht Führungskräfte zu Reputationsdetektiven"
erklärt Gaines-Ross.
Allein beim Thema Blogs zeigen sich die Manager weltweit skeptisch: Nur 10%
halten den Aufbau eines Kontaktnetzwerks mit einflussreichen Bloggern für hilfreich.
Und auch die Bewertung von unternehmenseigenen Blogs unterstreicht den Vertrauensmangel
in das Medium: Lediglich die Hälfte (49%) der enthaltenen Informationen wird
als korrekt eingeschätzt. Gaines-Ross hierzu: "Beispiele zeigen, wie das
Ignorieren der Blogosphäre selbst eine sorgsam aufgebaute Reputation beschädigen
kann. Der Nachholbedarf ist identifiziert: Nur wenn Unternehmen aktiver Teil
des Online-Dialogs sind, können sie diesen auch für sich nutzen."
Online Reputation Management – Strategische Führungsaufgabe für 2009
Basierend
auf der in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit durchgeführten Studie
bietet Weber Shandwick weltweit Reputationsberatung für Unternehmen und Organisationen
an. Die Strategien reichen von der Beobachtung und Analyse der Reputation im
Netz, der Abwägung eines sinnvollen Verhältnisses von Online- und Offline-Kommunikation
über Frühwarnsysteme für riskante Themen, den Einsatz von Suchmaschinenoptimierung
oder den Kauf kritischer Domainnamen bis hin zur Gestaltung eines dauerhaften
Dialogs mit Angestellten und Fürsprechern – im Idealfall bevor Probleme auftauchen.
Über Risky Business: Reputations Online™
Risky Business befragte
im Juni und Juli 2008 per Online-Umfrage 703 Führungskräfte in 62 Ländern aus
Nordamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und weiteren Märkten. Das
Redaktionsteam der Economist Intelligence Unit führte die Online-Befragung für
Risky Business durch, den Bericht schrieb Weber Shandwick. Die dargestellten
Ergebnisse entsprechen Weber Shandwicks Schlussfolgerungen aus den Studiendaten,
welche nicht notwendigerweise die Ansichten von Weber Shandwick oder der Economist
Intelligence Unit widerspiegeln. Obgleich jede Anstrengung unternommen wurde,
die erhobenen Informationen zu verifizieren, kann weder die Economist Intelligence
Unit noch Weber Shandwick Verantwortung oder Haftung übernehmen. Zusätzlich
zu dieser ersten Veröffentlichung wird Weber Shandwick weitere Ergebnisse, u.a.
mit Fokus auf Führungslevel oder geografische Regionen, publizieren. www.online-reputations.com
Über Weber Shandwick – Weber Shandwick, Mitglied der Interpublic Group
of Companies (IPG) – ist eine international führende Public Relations-Agentur
mit Niederlassungen in allen bedeutenden Regierungs-, Medien- und Wirtschafts-Metropolen.
In Europa betreibt Weber Shandwick 48 Büros in 34 Ländern. An seinen deutschen
Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München bietet Weber Shandwick
Beratung in sechs zentralen Geschäftsbereichen: Brand/Consumer, Corporate, Technology
und Financial Communications sowie Public Affairs und Healthcare. Außerdem umfasst
das Angebot die Spezialleistungen Digital Lifestyle, Krisenkommunikation, CSR,
Standortmarketing und Marktforschung. IPG ist eine der weltweit größten Kommunikations-
und Marketing-Organisationen. 2008 wurde Weber Shandwick von PR News zur "Large
Agency of the Year" gekürt. 2009 ist Weber Shandwick Deutschland bei den
PR Report Awards als PR-Agentur des Jahres nominiert. www.webershandwick.de
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Franziska Haser
Weber
Shandwick
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